Urlaub in Chile
Die südamerikanische Republik Chile umfasst nicht nur das im Südwesten des Kontinents gelegene Gebiet, sondern auch einige Inseln, wie beispielsweise die Osterinseln mit ihren berühmten Steinfiguren. Chiles Hauptstadt ist Santiago de Chile mit ca. 40% der chilenischen Bevölkerung. Concepción und Valparaíso mit seinem historischen Hafenviertel sind weitere dicht besiedelte Gebiete.
Chile erstreckt sich über mehrere Breitengrade, weshalb Klima und Vegetation stark zwischen den Regionen differieren. Auch die Höhenunterschiede innerhalb Chiles sind sehr groß. Zwischen den Anden im Osten und dem Küstengebirge im Westen liegt ein Tal, in dem der Großteil der Bevölkerung lebt.
Im Norden Chiles ist die Atacamawüste zu finden, in der alle 6 bis 10 Jahre ein einmaliges Naturschauspiel stattfindet: El Nino bringt hohe Niederschläge und diese führen zum Erblühen der Wüste. Mittelchiles Klima ähnelt sehr dem des mediterranen, europäischen Raumes, während im Süden die Niederschläge sehr hoch sind und die Vegetation zum gemäßigten Regenwald gezählt wird. Dieses Gebiet wird auch Chilenische Schweiz genannt. Chile bietet Touristen somit eine breite Spanne an interessanten, vielfältigen Landschaften, die für jeden etwas zu bieten haben. Selbst Gletscher und der höchste Vulkan der Welt sind in Chile zu finden. Besonders Erlebnisurlauber kommen hier auf ihre Kosten.
Spanisch ist die Landessprache, die in Abhängigkeit von der Region jedoch starke Färbungen besitzt. In den Städten wird meist Englisch verstanden. Die chilenische Küche ist stark durch die verschiedenen eingewanderten Volksgruppen beeinflusst. So wird im Süden beispielsweise nach deutscher Tradition Bier gebraut.
Die indigene Bevölkerung stellt nur ca. 5% der Gesamtbevölkerung, doch im ganzen Land sind Spuren der indigenen Völker zu finden. Das Leben der Menschen wird stark durch die Religion beeinflusst, wobei die römisch-katholische Kirche die größte Glaubensgemeinschaft stellt. Besonders auf dem Land sind die Menschen noch eng mit den Traditionen verbunden und pflegen Bräuche, wie beispielsweise den Nationaltanz Cueca. Auch indianische Kunst, die vor allem Weben, Töpfern und Schnitzen umfasst, ist hier noch weit verbreitet.
Der 18. September ist der chilenische Nationalfeiertag, an dem der Beginn des Unabhängigkeitsprozesses gefeiert wird. Folklorefeste und chilenische Rodeos erfreuen ebenfalls sich großer Beliebtheit.
Chile schützt seine Natur mit Hilfe mehrerer Nationalparks und Biosphärenreservaten. Im Nationalpark Chiloé stehen historische Holzkirchen, die teilweise, wie der Park selbst, zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Bauten aus der Kolonialzeit oder von den Ureinwohnern sind im ganzen Land zu finden und bieten einen Einblick in die Geschichte Chiles.
Chile ist für Touristen auch ein attraktives Reiseziel, da kein Visum für den Urlaubsaufenthalt nötig ist.